Was ist dran am Ölheizungsverbot?

(Stand Jänner 2019)

Mit einer Ölheizung setzen Hausbesitzer auf ein bewährtes Heizsystem für viele Generationen. In aktuellen Medienberichten ist dennoch zunehmend von Verboten für Ölheizungen die Rede. Doch was steckt wirklich dahinter?

Tatsächlich sind von den Einschränkungen im Ölheizungsbereich derzeit nur wenige Bundesländer - und das auch nur im Neubau - betroffen.

Bestehende Ölheizungen und Öl-Kesseltausch bleiben erlaubt!

Die gute Nachricht ist, das bestehende Ölheizungen sowie der Heizkesseltausch auf hocheffiziente Öl-Brennwerttechnik weiterhin in allen Bundesländern erlaubt sind.

Tatsächliche Ölheizungsverbote im Neubau gibt es per Jänner 2019 nur in den Bundesländern Niederösterreich (ab 01.01.2019) und Wien (ab 21.03.2019). Wird ein Gebäude in diesen Regionen neu errichtet, darf keine Heizanlage installiert werden, die mit einem fossilen, flüssigen Energieträger, wie Heizöl betrieben wird.

Der Betrieb einer Heizanlage mit alternativen, flüssigen Brennstoffen ist jederzeit gestattet – im Bestand und im Neubau.

Auch der Kesseltausch ist unbedenklich. Nur eine Neuerrichtung beziehungsweise eine wesentliche Änderung an der Ölheizung, die einer Neuerrichtung gleichkommt, ist im Zuge der Modernisierung nicht zulässig.

Flüssig bleiben - nachhaltig werden!

Auch in Zukunft werden flüssige Brennstoffe eine große Rolle in der Energieversorgung spielen. „Die gesamte Branche bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und zu der in der österreichischen Klima- und Energiestrategie #mission2030 vorgesehenen Forcierung von Energieeffizienz“, sagt Martin Reichard, Geschäftsführer vom Institut für Wärme und Öltechnik (IWO). Um Heizungen zukunftsfit zu machen, wird intensiv an der Herstellung von technologieneutralen, alternativen Flüssig-Brennstoffe geforscht.