Studie zeigt: Viele Mythen rund um das Thema Heizen

1000 Ölheizungsbesitzer und rund 1000 weitere, repräsentativ ausgewählte Österreicher, wurden zu ihrer Meinung über Heizsysteme befragt. Abgesehen von der Weiternutzung der schon vorhandenen Heizmöglichkeit, sind die Kosten für den Betrieb der Heizung sowie deren Bequemlichkeit wichtige Faktoren bei der Wahl des Heizsystems. Und genau in diesem Bereich erreicht die Ölheizung besonders hohe Zufriedenheitswerte: Ölheizungsbesitzer beschreiben ihre Heizung vor allem als bequem, technisch ausgereift und störungsfrei. Auch die angenehme Wärme wird von den Befragten häufig genannt.

Beim Thema Energieeffizienz gibt es allerdings noch Informationsbedarf. Energieeffizientes Heizen wird oft mit bestimmten Energieträgern in Verbindung gebracht, nicht aber mit dem optimalen technischen Einsatz des Heizsystems. Der Bundesinnungsmeister der Heizungstechniker, KR Michael Mattes, wies im Rahmen der Studienpräsentation darauf hin, dass dieser oft wichtiger ist als die Art des Systems: Alte bzw. nicht gründlich gewartete Wärmebereitstellungssysteme setzen Energie weniger effizient um als modernere Geräte und hydraulisch abgeglichene Anlagen. Genau hier greifen die Förderungen – mit einem Zuschuss von bis zu 3000 Euro beim Kauf eines neunen Brennwertkessels wird der Umstieg auf modernere, effizientere Ölheizungen unterstützt.

Mit der Förderung effizienterer Ölheizungen wird auch ein wichtiger Beitrag zur Senkung der Feinstaubbelastung geleistet. Denn wer weniger und effizienter heizt, produziert auch weniger Feinstaub, bestätigt Dr. Magdalena Kistler, Feinstaubexpertin der TU-Wien. Generell sind durch Ölheizungen verursachte Feinstaubemissionen im Vergleich zu anderen Heizformen aber sehr gering – viele Österreicher haben dazu aber einen mangelhaften Wissensstand. Zwar wird die Feinstaubbelastung durch Kohle zu Recht als vergleichsweise hoch eingeschätzt, allerdings ist viel zu wenig bekannt, dass Heizöl praktisch feinstaubfrei verbrennt.