Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden: neue Grenzwerte

Nach Europäischen Richtlinien gewährleisten die EU-Mitgliedstaaten, dass bis 31.12.2020 alle neu errichteten oder renovierten Gebäude Niedrigstenergiegebäude sind. Um dieses Ziel zu erreichen haben die Mitgliedstaaten nationale Pläne erstellt, die auch in Österreich immer mehr Einzug in die Bundesländergesetze finden. In Salzburg und Vorarlberg beinhaltet dieser Plan auch Anforderungen für den Primärenergiebedarf und den CO2-Ausstoß, neben den in allen Bundesländern üblichen Mindestanforderungen für den Heizwärmebedarf (Energiebedarf pro Quadratmeter beheizter Fläche) und dem Gesamtenergieeffizienzbedarf (Gebäudevergleich).

Von diesen Mindestanforderungen dürfen nur jene Gebäude abweichen, bei denen die erforderlichen Maßnahmen aus bautechnischen oder rechtlichen Gründen nicht durchführbar sind. Außerdem gelten die Anforderungen nicht, wenn sich der Umbau negativ auf die Kosten-Nutzen-Analyse des Gebäudes auswirkt. Die Kosten werden auf Basis einer Kostenoptimalitätsstudie berechnet. Diese ist nach Prüfung des IWO Österreich allerdings fehlerbehaftet – sie beinhaltet alte Werte, die nicht dem aktuellen Stand entsprechen. IWO Österreich appelliert daher, den Nationalen Plan inklusive der Kostenoptimalitätsstudie, einer Prüfung zu unterziehen.