Neue Energieeffizienzlabel für Heizungen

Endverbrauchern soll mit dem neuen Label eine gut sichtbare und leicht verständliche Möglichkeit geboten werden, die Effizienz von Heizgeräten bzw. Heizungsanlagen schnell zu erfassen. Die Grundlagen für das neue Energieeffizienzlabel bieten die 2009 beschlossene Ökodesign-Richtlinie der EU und mehrere zur Präzisierung erlassene Verordnungen. Die Kennzeichnungspflicht umfasst Heizgeräte (Heizkessel, Blockheizkraftwerke, Warmwasserbereiter, Wärmepumpen) bis 70 kW Leistung. Heizkessel mit Biomasse (Pelletheizung, Holzvergaser, Scheitholzkessel) sind von dieser Verpflichtung noch ausgenommen.

Die Bandbreite des Effizienzlabels reicht von A++ (bei sehr guter) bis G (bei mangelnder Effizienz).

Ein direkter Vergleich unterschiedlicher Heizsysteme ist in der Praxis damit aber nicht möglich, da die Effizienz maßgeblich von zahlreichen Randbedingungen (z. B.: Wärmeabgabesystem, Gebäudesubstanz und Nutzergewohnheiten) beeinflusst werden. Somit kann auch kein Rückschluss auf die zu erwartende Wirtschaftlichkeit der Heizungsanlage geschlossen werden. Heizungen mit besserer Effizienzeinstufung verursachen unter Umständen höhere Betriebskosten, als jene mit niedrigeren Effizienzwerten. Eine professionelle Beratung durch den Installateur oder den Energieberater ist daher auch mit dem neue Energieeffizienzlabel unumgänglich.

Für Kombinationen, wie z.B.  Öl-Brennwertkessel mit Solarthermie und entsprechender Regelungstechnik, gibt es ein eigenes Label (System- bzw. Paketlabel), das alle Einzelkomponenten zu einer Gesamtbewertung zusammenfasst. Dieses Label wird vom Fachunternehmen (Installateur) im Angebot angeführt.