Herausforderungen durch starke Regulierung

Das Ziel der Europäischen Kommission, mit der Schaffung der Energie Union Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit zu verbessern und dabei auch ökologische Erfordernisse zu erfüllen und die Leistbarkeit für Konsumenten zu erhalten, dürfte ein schwieriger Spagat werden. Für Energiehändler, wie die Gutmann GmbH aus Tirol, bringt die immer stärker werdende Regulierung ihres Sektors zusätzliche Belastungen zu dem ohnehin schon großen Kostendruck.

Alexander Gutmann erklärte, wie besonders die 2014 beschlossene nationale Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes in Österreich den Energiehandel vor große Herausforderungen stellt. In der Europäischen Union sind durch die nationalen Spielräume verschiedene Energieeffizienz-Vorschriften geltend geworden, die jetzt zu Ungleichbehandlung verschiedener Marktteilnehmer führen. So sind zum Beispiel Energiehändler aus dem grenznahen EU-Ausland nicht an die gleichen Vorschriften gebunden wie heimische Händler und können mit niedrigen Preisen österreichische Konsumenten gewinnen. Gutmann plädiert deshalb für eine einheitliche Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie in der Europäischen Union. Auch die Pläne der Europäischen Kommission, der Re-Nationalisierung mit der Einrichtung eines klaren Lenkungsrahmens entgegenzuwirken, begrüßt er.

Für Gutmann ist klar, dass das Ziel eine Reduktion von Treibhausgas-Emissionen zu erreichen, nicht weiterhin in steigenden Kosten für Endverbraucher resultieren sollte. Um Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit in der Energieversorgung mit ökologischen Erfordernissen und die Leistbarkeit für Konsumenten zu verbinden, muss auf höhere Effizienz und einen ausgewogenen Energiemix gesetzt werden.