Heizöl im Jahresvergleich um 20 Prozent günstiger

Die Haushaltsenergiepreise lagen im Mai fast sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Kosten für Heizöl sind so niedrig wie noch im Jahr 2009. Feste Brennstoffe kosten im Vergleich zu 2015 weitgehend gleich viel. Fernwärme wurde geringfügig teurer, Gas etwas billiger. Das ergibt ein aktueller Preisvergleich der wichtigsten Energieträger von der Österreichischen Energieagentur.

Die Kosten für Energie sind schon lange kein Preistreiber mehr bei der Berechnung der Inflation. Vergleicht man die Ausgaben der österreichischen Haushalte für Energieträger, so stellt sich heraus, dass diese im Mai 2016 im Schnitt um 6,9 Prozent niedriger waren als noch im Jahr zuvor. Hauptgrund dafür ist der niedrige Ölpreis und die damit verbundenen geringen Kosten von flüssigen Brennstoffen. Zu diesen Ergebnissen kommt ein aktueller Preisvergleich der Österreichischen Energieagentur, die monatlich den Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte im Vergleich zum  Verbraucherpreisindex (VPI) berechnet. Die dafür verwendeten Daten stammen von der Statistik Austria.

Heizöl um 20 Prozent günstiger als im Mai 2015

Der mit Abstand größte Preisrückgang bei den Energieträgern erfolgte bei Heizöl. Heizen mit Öl wurde im letzten Jahr 20,7 Prozent billiger. 100 Liter kosteten im Mai 2015 noch rund 78 Euro inkl. MwSt. – dieses Jahr im Mai waren es nur mehr 61 Euro. Obwohl der Heizölpreis seit dem Niedrigststand bei 53 Euro zu Jahresbeginn 2016 wieder im Steigen ist, können sich Ölheizungsbesitzer über einen stabil niedrigen Preis freuen.

Kosten anderer Energieträger fast unverändert

Im Gegensatz zum günstigen Heizöl veränderten sich die Kosten anderer Energieträger fürs Heizen kaum. Fernwärme kostete im Mai 2016 um ein Prozent mehr als im Vorjahr. Gas hingegen war 2,3 Prozent billiger als noch im Mai 2015. Feste Brennstoffe verteuerten sich marginal um 0,3 Prozent: Dabei stiegen die Kosten für Holzbriketts und Brennholz im Jahresvergleich um 2,5 bzw. 0,5 Prozent, Holzpellets sind jedoch um 2,5 Prozent billiger als noch im Vorjahr.