Lagerung von 5.000 Liter Heizöl direkt im Heizraum in ganz Österreich möglich

Mit der Novelle der Bautechnikverordnung dürfen ab 1. Juli 2016 im Land Salzburg 5.000 Liter Heizöl im Heizraum gelagert werden. Damit zieht Salzburg mit den anderen Bundesländern gleich, wo das bereits bis jetzt möglich war. Bestimmte Voraussetzungen, wie geeignete Schutzmaßnahmen, müssen bei der Lagerung des Heizöls jedoch gewährleistet sein. Ein nicht mehr benötigter Öl-Lagerraum kann beispielsweise als Hobbyraum, Kellerstüberl oder Sauna genutzt werden.

Mit 1. Juli 2016 tritt die neue Salzburger Bautechnikverordnung (S.BTV) in Kraft. Für die Heizöllagerung gibt es eine Vereinfachung: Künftig ist es möglich, 5.000 Liter füssige Brennstoffe mit einem Flammpunkt von mehr als 55 °C direkt neben dem Heizkessel zu lagern. Salzburg zieht mit dieser Regelung den anderen acht Bundesländern gleich, wo das bereits bisher möglich war. Somit ist die Lagerung von Heizöl in dieser Hinsicht in ganz Österreich einheitlich geregelt.

Voraussetzungen für die Lagerung

Folgende Voraussetzungen sind für die Anwendbarkeit der neuen Regelung für die Lagerung von Heizöl im Heizraum zu erfüllen:

  • Die maximale Nennleistung des Ölkessels darf 50 kW nicht übersteigen (über 50 kW ist jedenfalls ein eigener Heizraum erforderlich).
  • Die Lagerbehälter müssen durch geeignete Maßnahmen (z.B. Abstand, Abschirmung, Ummantelung) gegen gefahrbringende Erwärmung geschützt sein.
  • Die Ölversorgung vom Lagerbehälter zum Ölkessel muss durch ein Einstrangsystem erfolgen.
  • Die verwendeten Tanks müssen doppelwandig ausgeführt sein.
  • Im Heizraum darf kein weiterer Heizkessel untergebracht sein.

Kellerstüberl statt Öl-Lagerraum

Für Besitzer von Ölheizungen bringt die neue Verordnung vor allem einen Vorteil: Der Raum, der bisher für einen Öl-Lagerraum verwendet werden musste, kann nun anders genutzt werden, etwa als Hobbyraum, Kellerstüberl oder Sauna. Im Zuge des, mit bis zu 3.000 Euro von Heizen mit Öl geförderten, Umstiegs auf ein neues Öl-Brennwertgerät könnte damit jedenfalls sehr kostengünstig auch gleich zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden.