Das war das IWO-Symposium 2016

Die Vereinbarkeit von bezahlbarer Energie, Umweltinteressen und Versorgungssicherheit stand im Mittelpunkt des Geschehens des diesjährigen Symposiums des IWO-Österreich am 19. Oktober. Unter der Moderation von Günther Strobl wurde im Hotel Park Hyatt Vienna in der Wiener Innenstadt zum Thema „Energiestrategien für die Zukunft: Ökologisierung – Wirtschaftlichkeit – Leistbarkeit“ diskutiert.

Großbaustelle Energie- und Klimastrategie“

Angela Köppl, Umweltökonomin am WIFO, plädierte für eine grundlegende Transformation des Energiesystems, ohne der die Pariser Klimaziele nicht erreichbar seien. Wir müssen uns bewusst sein, dass heutige Entscheidungen für neue Infrastruktur für Jahrzehnte nachwirken, so die Forscherin.

Wolfgang Ernst, Energieökonom in der OMV AG, sprach von der „Großbaustelle Energie- und Klimastrategie“. Neben Bestrebungen zur Ökologisierung gäbe es noch viele weitere Aspekte zu berücksichtigen: Dabei seien einerseits Leistbarkeit und Wahlfreiheit legitime Interessen der Kunden. Andererseits müsse der Energiemarkt auch den Regeln von Angebot und Nachfrage folgen. Derzeit herrsche laut Ernst jedoch ein regelrechter Wettlauf um Subventionen.

Innovation, Subventionen und Steuern im Fokus der Debatte

Dieter Drexel, Energie- und Umweltexperte der Industriellenvereinigung, sieht die Transformation des Energiesystems als wirtschaftliche Chance. Statt Subventionen müsse der Fokus jedoch auf Innovation gelegt werden.

Peter Püspök, Präsident des Dachverbands Erneuerbare Energie Österreich, forderte größere Anstrengungen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Ein wirksames Instrument zur Reduzierung der Emissionen sieht Püspök in steuerlichen Maßnahmen.

Zukunft der Raumwärme: Effizienz und Integration

Franz Mair, der beim Land Salzburg in der Abteilung Energie tätig ist, referierte über die Umsetzung der Vorgaben der EU bei der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Das Land Salzburg hat sich noch ambitioniertere Klima- und Energieziele gesetzt: Bis 2040 soll Raumwärme gänzlich aus erneuerbaren Energieträgern oder durch Fernwärme erzeugt werden. Pläne, die Wolfgang Ernst von der OMV für unrealistisch hält. Es brauche viel mehr einen intelligenten Energiemix, der die Vorteile aller Heizsysteme kombiniert. Durch Energieeffizienz könne sehr viel erreicht werden – auch der Tausch alter Ölkessel sei in diesem Sinne eine wichtige Maßnahme.

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