ÖNORM-Neuerscheinung zur Berechnung der Gebäudeheizlast

Die nach dieser ÖNORM ermittelte Norm-Gebäudeheizlast dient als Basis zur Überprüfung der Wärmeleistung bestehender Wärmebereitstellungssysteme oder bildet die Grundlage für die Berechnung der erforderlichen Wärmeleistung bei einem Tausch eines bestehenden Wärmebereitstellungssystems. Die erforderliche Mindest-Wärmeleistung eines Wärmebereitstellungssystems berechnet sich aus der Summe der Norm-Gebäudeheizlast und anderen eventuell zu versorgenden Systemen (z. B. Warmwasserbereitungsanlagen, raumlufttechnischen Anlagen u. dgl.).

Für dieses Heizlastverfahren werden die tatsächlichen U-Werte der vorhandenen Außenbauteile benötigt. Eine normkonforme Abschätzung der U-Werte ist in entsprechenden Berechnungsprogrammen (z. B.: www.pokorny-tec.at) bereits enthalten.

Dieses vereinfachte Verfahren zur raschen Berechnung der Norm-Gebäudeheizlast wurde in Anlehnung an die Heizlast-EN 12831 als Nachfolgenorm zur ÖNORM B 8135 entwickelt und arbeitet mit einem einfachen Hüllflächenverfahren. Das bedeutet, dass nur die Außenbauteile, also die Gebäudehülle, für die Berechnung benötigt werden. Eine Berücksichtigung der Innenwände und eine Einzelraumberechnung sind damit nicht erforderlich.

In der ÖNORM H 7500-3 sind die Grundlagen zur Berechnung der Norm-Gebäudeheizlast für bestehende Gebäude, die unter Auslegungsbedingungen beheizt werden, festgelegt.