Saubere Abrechnung bei Heizöllieferungen

Bei Heizöllieferungen erhält der Mineralölhandel gelegentlich Rückfragen, ob die Abgabemenge durch Temperaturunterschiede beeinflusst wird. Bei zunehmender Temperatur steigt das Volumen von Heizöl an, die Masse bleibt allerdings gleich. So entsprechen 3.000 Liter HEL bei 30°C rund 2.964 Liter bei 15°C. Die für den Energieinhalt maßgebliche Abgabemenge beträgt jeweils 2.490 kg. Kunden können bei der Lieferung jedoch unbesorgt sein, da diese Parameter bei der Berechnung miteinbezogen werden.

Gleiches Recht für alle

Um Schwankungen der Abgabemenge auszugleichen, die sich durch temperaturabhängige Änderungen des Volumens ergeben, werden abhängig vom Fassungsvermögen des Tankaufbaus des Lieferfahrzeugs folgende Methoden angewandt:

  • Tankaufbauten mit einem Fassungsvermögen bis 1.000 Liter:
    Die Umrechnung kann neben der Methode mit dem geeichten Messgerät samt automatischer Umrechnung auch durch eine geeignete Tabelle erfolgen, die mitgeführt werden muss.
  • Tankaufbauten mit einem Fassungsvermögen über 1.000 Liter:
    Die Umrechnung erfolgt von einem geeichten Messgerät in einem automatisierten elektronischen Verfahren nach den anerkannten Regeln der Technik.

Am Kundenbeleg werden jedenfalls immer die Basistemperatur (15°C) und das Volumen des abgegebenen Heizöls bei dieser Basistemperatur angegeben und verrechnet.

Gesetzlicher Hintergrund: Mit einer Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft Familie und Jugend über die Abgabe von Heizöl extra leicht, aus dem Tankaufbau von Fahrzeugen, wird bestimmt, dass bei der Abgabe die tatsächliche Temperatur und das tatsächlich abgegebene Volumen auf ein Volumen bei 15 Grad Celsius umzurechnen ist.