IWO News Online

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Energiezukunft: CO2-arme, flüssige Energieträger

Die Energiewende stellt uns vor große Herausforderungen: Bis 2050 müssen Industriestaaten ihre Treibhausgas-Emissionen um mindestens 80 Prozent reduzieren. Die Umstellung der derzeitigen, überwiegend fossilen Energieversorgung erfordert den Einsatz erheblicher Mengen an erneuerbarer Energie. Was das konkret für Deutschland bedeutet, haben sich Forscher der Bergakademie der Technische Universität Freiburg angesehen. Das Institut erhob den Mehraufwand an (elektrischer) Energie und zeigte Möglichkeiten auf, wie gerade der Strombedarf in Grenzen gehalten werden kann.

Strombedarf steigt ums Sechs- bis Achtfache

„Eine zunehmende Elektrifizierung und die Integration von Mobilität und Wärmemarkt im Zuge einer Sektorkopplung würde zu einer deutlichen Erhöhung des Strombedarfs führen“, stellen die Studienautoren fest. Vor allem der Ausstieg aus Kohle und Atom und der Umstieg auf Elektromobilität lasse den Bedarf an erneuerbarem Strom enorm steigen. „Selbst unter Berücksichtigung der Effizienzgewinne durch Einsatz von Wärmepumpen und Elektroantrieben würde der Strombedarf etwa 1.300 bis 1.500 TWh betragen. Das entspräche der sechs- bis achtfachen Menge des derzeitig aus erneuerbaren Quellen hergestellten Stroms (200 TWh)“, so die Forscher über das Szenario eines Komplettausstiegs aus fossilen Kraft- und Brennstoffen in Deutschland. Das sei schlichtweg nicht realistisch, resümieren sie.

Emissionsarme Flüssigbrennstoffe nötig

„Flüssige Kraft- und Brennstoffe müssen daher auch zukünftig einen signifikanten Beitrag für die Energieversorgung leisten. Durch die hohe Energiedichte ist Transport und Lagerung sehr einfach und kosteneffizient möglich“, so die Studienautoren. Um Treibhausgasemissionen einzusparen, sollten jedoch fossile Quellen durch regenerative Rohstoffe ersetzt werden. Einige Verfahren und Möglichkeiten stünden noch am Anfang der Erforschung, andere wiederum würden bereits ausgetestet, wie z.B. Biomass-to-Liquid-(BtL)-Technologien oder sogar schon angewandt (HVO).

Die gesamte Kurzstudie können Sie hier downloaden (zukunftsheizen.de).