IWO News Online

Die IWO-News Online bieten Ihnen viermal im Jahr Informationen rund um die moderne Öl-Brennwerttechnik, Heizöl extra leicht und die Aktivitäten des IWO-Österreichs für die heimischen Ölheizungsbesitzer. Außerdem finden Sie Beiträge zu aktuellen Energiethemen, gesetzlichen Neuerungen, technischen Entwicklungen, Expertenmeinungen, etc.

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Die Wärmeerzeugung der Zukunft

Die Zukunft der Energieversorgung wird in großem Maße von den Zielen der Pariser UN-Klimakonferenz geprägt. Bis zum Jahr 2050 soll die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau maximal 1,5°C betragen. Um dieses ambitionierte Vorhaben umsetzen zu können, bedarf es einer grundlegenden Änderung unserer heutigen Energieversorgung. Vor allem die Treibhausgasemissionen müssten zumindest um 80 Prozent sinken. In Zusammenarbeit mit dem IWO Deutschland wurde ein Modell entwickelt, wie der Übergang in eine emissionsarme Zukunft im Bereich der Raumwärmeerzeugung aussehen könnte und welche Rolle flüssige Brennstoffe dabei spielen.

Zukunft: Erneuerbare Brennstoffe

Das IWO-Deutschland zeigt in seinem Modell drei Dekaden. Zurzeit liegt das Hauptaugenmerk bei der Steigerung der Energieeffizienz. Zudem setzen bereits jetzt viele Häuslbauer auf solide Wärmedämmung und Hybridheizungen. Diese Maßnahmen werden die CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Um die geplante Einsparung von mehr als 80 Prozent zu erreichen, wird es mittelfristig jedoch noch stärkere Bestrebungen brauchen.

Inwieweit flüssige Energieträger bei der Wärmeerzeugung dann noch eine Rolle im Energiemix spielen, hängt entschieden von der Entwicklung erneuerbarer Brennstoffe ab. Heizöl wird mittel- bis langfristig einen kleineren Anteil im Raumwärmemarkt einnehmen. Forscher arbeiten mit Hochdruck an flüssigen Energieträgern, die so hergestellt werden, dass die Verbrennung kaum Treibhausgasemissionen verursacht. Den Schlüssel für eine CO2-arme Raumwärmeerzeugung, die für Endverbraucher leistbar bleibt, sehen die deutschen Energieforscher vor allem in diesen flüssigen Brennstoffen aus regenerativen Quellen, die sich mit der vorhandenen Technik nutzen lassen.

Hat die Forschung Erfolg, so könnten auch in Zukunft die rund 760.000 vorhandenen Ölheizungen in Österreich einfach weiterverwendet werden. Eine teure Umrüstung auf ein anderes Heizsystem wäre damit nicht notwendig. Erneuerbare Brennstoffe, die die Verbraucher, so wie jetzt beim Heizöl, zuhause in Tanks lagern können und für die nötige Versorgungssicherheit sorgen, könnten so zukünftig zu einem ausgewogenen Energie-Mix beitragen.