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Förderungen für Öl-Brennwerttechnik. Infos unter 01/890 90 36 oder  www.heizenmitoel.at.

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Umstieg auf Heizöl-Extra-Leicht-Anlagen – Ende der Frist rückt näher

Gesetzliche Vorgaben

Für den gewerblichen Bereich wurde vom Wirtschaftsministerium 2011 eine bundesweit gültige Novelle der Feuerungsanlagen-Verordnung (BGBl. II Nr. 312/2011) herausgegeben. In dieser Verordnung ist die, für Ölheizungen relevante, Übergangsfrist bezüglich der Emissionsbegrenzungen bis 1. Jänner 2018 vorgeschrieben. Demnach dürfen gewerbliche Anlagen mit bis zu 400 Kilowatt Nennwärmeleistung künftig nur mehr mit Heizöl-Extra-Leicht beheizt werden.

Im Gegensatz zum gewerblichen Bereich, sind die neuen Regeln für Wohngebäude durch Landesgesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. Den bundesweiten Rahmen dafür bildet die Bund-Länder-Vereinbarung gemäß Art. 15a Bundesverfassungsgesetz über das Inverkehrbringen von Kleinfeuerungen und die Überprüfung von Feuerungsanlagen und Blockheizkraftwerken. Auch die Landesgesetze sehen eine Frist bis zum 1. Jänner 2018 vor. Alle Wohnhäuser mit bis zu 400 Kilowatt Nennwärmeleistung dürfen künftig nur mehr mit Heizöl-Extra-Leicht beheizt werden.

Wer ist vom verpflichteten Umstieg betroffen?

Alle Ölheizungsbesitzer – egal ob Gewerbebetriebe oder Wohnungsanlagen – deren Kessel eine Nennwärmeleistung von weniger als 400 Kilowatt hat, sollten sich jetzt schon mit dem Thema beschäftigen und müssen bis spätestens 1. Jänner 2018 auf Heizöl-Extra-Leicht umgestellt haben. Anlagen, die mehr als 400 Kilowatt Nennwärmeleistung haben, sind von der Frist nicht betroffen und dürfen weiterhin mit Heizöl-Leicht betrieben werden.

Die verpflichtende Umstellung ist aber nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sie wird auch kontrolliert. Bei gewerblichen Anlagen wird im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Heizungsanlage auch die Zulässigkeit der Brennstoffe festgestellt. Mängel, die bei der Prüfung entdeckt werden und insbesondere Maßnahmen, wie und bis wann die Mängel behoben werden müssen, werden in einer Prüfungsbescheinigung festgehalten. Der Inhaber der Heizungsanlage muss diesen Bericht an die zuständige Behörde schicken. Wird ein festgestellter Mangel – wie zum Bespiel Heizöl-Leicht-Anlage statt Heizöl-Extra-Leicht-Anlage – nicht in der gesetzten Frist behoben, kann es auch zu Verwaltungsstrafen kommen.

Für Wohngebäude gelten die Landesgesetze der einzelnen Bundesländer. Kontrolliert wird auch hier die Zulässigkeit des Brennstoffs bei regelmäßigen Überprüfungen der Heizanlage von einem „Überprüfungsorgan“ wie z. B. dem Rauchfangkehrer. Erfolgt keine zeitgerechte Umstellung auf eine Heizöl-Extra-Leicht-Anlage, meldet dies der Rauchfangkehrer der Behörde, also der Bezirkshauptmannschaft bzw. dem Magistrat. Die Behörde setzt eine Frist. Wird die Frist nicht eingehalten, kann die Behörde sogar eine Stilllegung der Heizung verfügen.

Auf der Website des IWO-Österreich befindet sich ein Merkblatt für gewerbliche Anlagen und ein Merkblatt für private Anlagen. Darüber hinaus stehen die Experten des IWO-Österreich für Fragen zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte an Herrn Ing. Christian Ulrich unter der Wiener Telefonnummer 01/710 68 99-31.

Förderungen erleichtern den Umstieg

Die Initiative Heizen mit Öl (HMÖ) unterstützt den Tausch alter Ölheizkessel in Mehrfamilienhäusern mit drei bis zehn Wohneinheiten mit mindestens 3.000 Euro. Eigentümer großvolumiger Wohnbauten mit elf oder mehr Wohneinheiten erhalten eine Förderung ab 5.000 Euro. Bei besonders großen Anlagen sind auch Förderhöhen von 20.000 Euro und mehr möglich.

HMÖ fördert den Heizkesseltausch auf Öl-Brennwerttechnik auch in Bürogebäuden, Beherbergungsbetrieben, Gaststätten, Gewerbebetrieben, Kindergärten und Schulen. Die Förderhöhe für Nicht-Wohngebäude ist unter anderem von der beheizbaren Bruttogrundfläche abhängig und beträgt mindestens 2.500 Euro. Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro und mehr sind bei besonders großen Anlagen auch im Bereich Nicht-Wohngebäude möglich. 

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