XTL Pilotanlagen in Österreich

Flüssige Energieträger mit erneuerbarem Anteil werden einen beträchtlichen Beitrag zur Energiewende leisten - darüber sind sich Experten einig. Doch wie genau können dabei Szenarien für die Ölheizung aussehen und welche Flüssigkeiten können zum Einsatz kommen? Welche Weichen müssen bei der Infrastruktur und den Brennstoffen gestellt werden, damit die Energiewende gelingt?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, initiierte das Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) im Jahr 2018 ein XTL-Pilotprojekt. Dabei handelt es sich um herkömmliche Ölheizungsanlagen, die zu Testzwecken mit einem alternativen Flüssig-Brennstoff aus erneuerbaren Quellen (XTL = X-to-Liquid) betrieben werden.

Schnell waren die ersten Partner aus den Sektoren Energiehandel und Kesselherstellung gewonnen, die Teil der Versuchsreihe werden wollten. Der Energiehandel ist für die Bereitstellung von XTL verantwortlich und die Kesselindustrie stellt die Infrastruktur zur Verfügung. Die Projektdauer beträgt insgesamt 2 Heizperioden.

 „Massenmarkttaugliche und leistbare Lösungen für Ölheizungsbesitzer zu finden, die mit bestehenden Anlagen kompatibel sind, steht im Fokus unseres Projektes.“, erklärt IWO-Projektleiter Christian Ulrich.  Während der Testphase werden bei regelmäßigen Inspektionen mithilfe von umfangreichen Testprotokollen unter anderem die Luftschadstoffemissionen CO und NOx, sowie der Abgasverlust ermittelt. „Wir wollen zeigen, dass ein klimafreundlicher Betrieb von Ölheizungen mit alternativen Brennstoffen möglich ist und auch die Betriebssicherheit mit diesen Lösungen gewährt ist.“, erklärt Ulrich.

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